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PREMIEREN

 
 

  Die koreanische Hochzeitstruhe
  D 2009, Ulrike Ottinger 82 min.
»In Südkorea gehört die Hochzeitstruhe, eine massive Holzbox, die mit ebenso geheimnisvollen wie symbolträchtigen Dingen gefüllt wird, zum Auftaktritual jeder Eheschließung. Sie steht am Ausgangspunkt einer Reise, die dieser Film ins heutige Seoul unternimmt. Ulrike Ottinger macht sich in der Megacity auf die Suche nach eigentlich unsichtbaren Traditionen. In der omnipräsenten Hochzeitsindustrie Koreas entdeckt sie das Alte im Neuen – und umgekehrt.
Auf sehr unterhaltsame Weise zeichnet Die koreanische Hochzeitstruhe das Bild einer Gesellschaft, die in Familienangelegenheiten erstaunlich wertkonservative Traditionen bewahrt hat. Man staunt über die Schönheit der Kleider, die Vielzahl der wundersamen Rituale ebenso wie über die Inszenierungen von perfekten Momenten, die wie Skulpturen fotografiert werden. Eine ganze Welt tut sich auf, wenn die Hochzeitstruhe gleichsam der >Büchse der Pandora< geöffnet wird, wobei sehr gegenwärtige Schicksale ihren Lauf nehmen.« (Internationales Forum des jungen Films)
14.1. 19.00 / 15.1. 17.00 / 16.1. 17.00

  Sweetgrass
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• OmU
  USA 2009, Ilisa Barbash, Lucien Castaing-Taylor
Regisseur Lucien Castaing-Taylor ist Filmemacher und Anthropologe. Es geht daher in Sweetgrass nicht nur um die Schafe. Es geht auch um die Schafhirten, die seit eh und je in einem wochenlangen Trail ihre Herden auf die hochgelegenen Wiesen in die Berge Montanas treiben, damit sie dort den Sommer über weiden können.
Sweetgrass beobachtet die alltägliche Arbeit dieser mit Colt und Gewehr bewaffneten Schaf-Cowboys, ohne sie zu romantisieren. Sweetgrass ist ein Naturerlebnis, das sich wohltuend von dramatisierten Tier-Epen abhebt. Durch den Verzicht auf jeglichen Off-Kommentar können die Bilder ihre ganze Wirkung entfalten. Was die Regisseure bei ihrer dreijährigen Filmarbeit nicht wussten, ist, dass sie den letzten Trail filmen sollten. Auch das macht Sweetgrass zu einem einzigartigen Dokument.
22.1. 19.00 / 24.1. 19.00 / 25.1. 19.00

  Berlin – Stettin
  D 2009, Volker Koepp 110 min.
Der Dokumentarfilm-Regisseur Volker Koepp wurde 1944 in Stettin geboren und wuchs in Berlin-Karlshorst auf. Zwischen diesen beiden Städten, zwischen Elbe und Oder, hat er immer wieder Menschen getroffen und Orte gefunden, die er zu Hauptdarstellern seiner Filme gemacht hat. In Berlin – Stettin zieht es ihn zurück in seine früheren Lebenslandschaften. Seine eigene Biografie überlagert sich mit der Biografie seiner wiedergefundenen Protagonisten, mit der Geschichte dieses Landstrichs. Wieder findet er neue Menschen und Landschaften, neue Themen und einen neuen Ansatz, sie zu erzählen.
28.1. 19.00 Zu Gast: Volker Koepp, Moderation: Thomas Tode / 29.1. 17.00 / 30.1. 19.00 / 1.2. 19.00