Willkommen beim Metropolis Kino Hamburg
.

BLACK HISTORY MONTH 2010

 
 

Wie in den USA, Kanada und anderen Ländern wird auch in Hamburg der alljährliche Black History Month traditionellerweise im Februar mit verschiedenen Veranstaltungen zu Schwarzer Kultur und Geschichte zelebriert. In diesem Zusammenhang wird eine vielfältige Filmreihe zu Schwarzer Geschichte und Gegenwart angeboten. Insgesamt steht der diesjährige BHM unter dem Motto “Living the Progress“ und beinhaltet neben der Filmreihe auch Konzerte, Vorträge, eine Lesung, Poetry, Theater und ein Kinderprogramm in verschiedenen Hamburger Locations. Weitere Informationen zum Black History Month 2010 unter: www.bhmhamburg.de

  The Prodigal Son • OF
  Südafrika 2008, Kurt Oderson 64 min.
“Der Verlorene Sohn” verfolgt die verborgene Geschichte der Orderson Familie und der West Indischen Community zurück, die die Karibik Ende der 1800 er Jahre als emanzipierte Sklaven verließen um sich im District Six in Kapstadt anzusiedeln.
Als Rastafarian und junger Filmemacher erlangte Kurt Oderson aus Mitchells Plain, Kapstadt ein Verständnis über die Bedeutung des Schwarzen Bewußtseins und wollte die heldenhafte Reise und das Vermächnis seines Ur-Großvaters Joseph Orderson zurückverfolgen. Joseph kam in den 1890er Jahren von Barbados nach Kapstadt und war Teil der „Universal Negro Improvement Association“ - UNIA, gegründet von Marcus Garvey - der Vater des zeitgenössischen Black Nationalism und Pan Afrikanismus. Für Kurt war es im Prozess des Schaffens und der Verinnerlichung einer Schwarzen Identität wichtig seine Vergangenheit zurückzufordern und die Ideale der Rastafarian Bewegung auszudrücken, die darauf abzielen negative Assoziationen mit einer Schwarzen Afrikanischen Identität, welche durch die unterdrückende weiße Machtstrukturen zustande kamen, zuvernichten.
4.2. 19.00

  My Nappy Roots • OF
  USA 2005, Regina Kimbell, Jay Bluemke 90 min.
Die Edutainment Dokumentation My Nappy Roots erforscht wie anhand von unterschiedlichen Schwarzen Haarstile kulturelle, gesellschaftliche und politische Themen der Afro-Amerikanischen Community im Laufe der Zeit betrachtet werden können. Der Film deckt die Bedeutung und den Stolz der Afrikanischen Haarpracht auf, bevor die ersten versklavten Afrikaner nach Amerika verfrachtet wurden, wo ihr großer Existenzkampf begann. Die geschichtliche Entwicklung Schwarzer Haarstile wird als Prüfstein verwendet um das Ringen der Afro-Amerikaner in ihrer Suche nach sozialer Kontrolle, Identität und wirtschaftlicher Unabhängigkeit zu untersuchen. Diese kulturellen und sozialen Bemühungen erzeugten das Aufsteigen der ersten großen Schwarzen Unternehmer in den USA und der heutigen Milliarden Dollar Industrie Schwarzer Haarpflegeprodukte.
My Nappy Roots erzählt die Geschichte größtenteils durch Stimmen von Menschen die das kulturellle Image, die Ästhetik und das Verhalten Schwarzer Amerikaner prägten, darunter Prominente u.a. Vivica A. Fox, Patti LaBelle and Malcolm-Jamal Warner sowie Historiker, Autoren, Journalisten u.v.m.
11.2. 19.00

  Adua – Ein afrikanischer Sieg • DF
  Äthiopien 1999, Haile Gerima 96 min.
Haile Gerima widmet sich mit seinem Film einem außerhalb Afrikas weitgehend unbeachteten Kapitel der afrikanischen Kolonialgeschichte: Während sich die führenden Kolonialmächte England, Frankreich und Italien um die Aufteilung des afrikanischen Kontinents streiten, triumphiert Äthiopien 1896 in der Schlacht von Adua. Äthiopien besiegt die Kolonialmacht Italien und erlangt damit wieder seine Unabhängigkeit. Adua wurde zu einem Symbol für alle Unterdrückten in Afrika. Mit seiner innerafrikanischen Perspektive arbeitet Gerima die beispielhafte Bedeutung dieser Schlacht als Symbol des Widerstandes und der Souveränität heraus und schafft damit ein Gegengewicht zur vorherrschenden eurozentrierten Interpretation der Kolonialisierung.
18.2. 19.00

  Black Deutschland
  D 2005, Oliver Hardt 55 min.
Der Dokumentarfilm Black Deutschland ist eine intime Studie über das Denken und Fühlen einer gar nicht so kleinen Minderheit, über schwarze Deutsche und Schwarze in Deutschland. Regisseur Oliver Hardt porträtiert Kulturschaffende, die dem Zuschauer auf emotionale, gleichwohl reflektierte und humorvolle Weise eine Idee davon vermitteln, was es bedeutet, als Nicht-Weisser in einer Gesellschaft zu leben, die sich als "weiss" definiert. In offenen, freundschaftlichen Gesprächen geben die Protagonisten Auskunft über Fremd- und Selbstbilder und Vorurteile, über ein tief verwurzeltes Selbstbewusstsein, aber auch über ihre Ängste und Unsicherheiten.
Mit Darius James, Sam Meffire, Vincent Mewanu, Tyron Ricketts, Noah Sow u.a.
Black Deutschland wurde 2006 auf dem World Media Festival in Hamburg mit Silber ausgezeichnet und war für den Hessischen Filmpreis nominiert.
25.2. 21.15 Anschließendes Gespräch mit Protagonisten und Filmmacher Oliver Hardt