Willkommen beim Metropolis Kino Hamburg
.

WASSER IM EIMER?!

 
 

»Erst wenn der Brunnen trocken ist, schätzt man das Wasser«. Dieses alte Sprichwort erweist sich auch heute als durchaus zutreffend, wenn man sich vor Augen führt, dass Millionen Menschen ohne sauberes Trinkwasser auskommen müssen. Doch auch die neoliberale Tendenz in Europa, die Trinkwasserversorgung und damit ein wesentliches Element der Daseinsvorsorge zu privatisieren, unterstreicht, dass wir unseren Brunnen gegen gewinnorientierte Übergriffe verteidigen müssen. (Michael Joho)
Mit der Veranstaltungsreihe »Wasser im Eimer?!« ist die Geschichtswerkstatt St. Georg e.V.noch bis Ende März damit beschäftigt, verschiedene Seiten des Themas aufzugreifen. Die sechs Filmprogramme sollen dazu beitragen, das Thema Wasser noch allseitiger, spannender und nachdenklicher machend zu beleuchten. Nach »Heißer Sommer 68« und »Liebe – Arbeit – Sozialismus: 40 Jahre DDR im Film« freuen wir uns ein weiteres Mal, in Zusammenarbeit mit der Geschichtswerkstatt St. Georg ein Filmprogramm anzubieten.

  Wasser unterm Hammer
  D 2005, Leslie Franke, Hermann Lorenz 45 min.
Wir brauchen nur den Hahn aufzudrehen, und schon strömt uns unser wichtigstes Lebensmittel entgegen: kühl, rein und – unaufhörlich! Nicht ganz so in der englischen Metropole. Dort kann man morgens schon im dritten Stock nicht immer mit Kaffeewasser rechnen. Der Film zeigt auf dem Hintergrund englischer Privatisierungserfahrungen den Gang des »Big-Deal« in verschiedenen deutschen Städten. Beispielsweise in Kiel, wo ein texanischer Konzern die Kieler Wasserwerke mit 51 Prozent unter seine Kontrolle brachte. Der Investor versprach, von Kiel aus den deutschen Energiemarkt aufzurollen. Ein halbes Jahr später war er insolvent und zog davon – zurück ließ er einen Berg von Schulden. In Hamburg, einer Stadt mit »Spitzenwasser«, aber ebenfalls leerer Kasse, heißt es immer wieder, eine Privatisierung stünde nicht mehr auf der Tagesordnung. Doch seit 1. Januar 2005 werden die Hamburger Wasserwerke von einem ausgewiesenenP Privatisierungsfachmann geführt. – Mit Vorfilm.
25.3. 19.00 Erφffnung. Zu Gast: Leslie Franke, Hermann Lorenz, Moderation: Michael Joho

  Schweinesand – Eine Insel voller Geheimnisse
  D 1997, Stephanie Grau
Mit Mia Grau, Joa Ritter, Johannes Sponholz

Schweinesand heißt eine Insel auf der Elbe, aber auch dieser Film Er handelt von einem Abenteuer, das direkt vor der Haustür beginnt und erzählt eine Geschichte von reichen Leuten, Kindern, Träumen und einer Mutprobe Die Ferien fangen ja gut an: Zuerst wird das kleine Boot der Freunde geklaut, dann Alexa, Tochter einer reichen Kaufmannsfamilie, entführt. Als der Kommissar den obdachlosen Lebenskünstler Figaro verhaftet, ermitteln die Kinder auf eigene Faust. Ein cleverer Kinder-Krimi – cool erzählt und voller Spannung.
27.3. 15.00

  Elbe – Alster – Bille im Film
  Ein Kurzfilmprogramm aus dem Archiv des Landesmedienzentrums Hamburg.
27.3. 17.00

  Yan Mo – Vor der Flut • OmU
  VR China 2005, Yan Yu, Li Yifan 150 min.
Land unter! Ein Film über die Folgen, die der Bau des größten Staudamms der Erde für die Bewohner der »Drei Schluchten« in China hat und haben wird.
26.3. 17.00 / 27.3. 19.00

  Bitterer Reis • DF
Riso Amaro
  Italien 1949, Giuseppe de Santis 105 min.
Mit Silvana Mangano, Vittorio Gassman

Hitze und Leidenschaft, Sex und Klassenkampf auf den überfluteten Reisfeldern der italienischen Po-Ebene.
28.3. 19.00 / 29.3. 19.00 / 30.3. 17.00

  Chinatown • DF
  USA 1974, Roman Polanski 131 min.
Mit Faye Dunaway, Jack Nicholson, John Houston

Die Rahmenhandlung dieser Geschichte um Sex, Crime und Politik geht zurück auf Ereignisse, die sich in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts im Verlauf der sogenannten »California Water Wars« tatsächlich zugetragen haben.
30.3. 19.00 / 31.3. 17.00 / 1.4. 17.00

  The River – Der Strom • DF
  F/IND/USA 1951, Jean Renoir
Mit Nora Swinburne, Esmond Knight, Arthur Shields

Harriet ist die Tochter eines englischen Fabrikarbeiters und lebt mit ihrer Familie in einer kleinen britischen Gemeinde in Indien. Ihre Zeit vertreibt sich das junge Mädchen mit ihren Freundinnen Valerie und Melanie am Ufer des Ganges. Als der amerikanische Offizier John auftaucht, verlieben sich gleich alle drei Mädchen in den attraktiven jungen Mann. Der Strom gewann 1951 den Internationalen Preis bei den Filmfestspielen von Venedig.
31.3. 19.15 / 1.4. 21.15 / 2.4. 17.00